Mein Praktikum

Mein Praktikum

Praktikum

Mein Praktikum in der Möbelschreinerei Engelhardt

Cristina Clarenbach, Praktikantin
18. Juni 2020

Hallo, mein Name ist Cristina und ich habe im Februar 2020 ein dreiwöchiges Praktikum in der Möbelschreinerei Engelhardt gemacht. Ich möchte Euch hier einen kleinen Einblick geben:

Ein Arbeitstag begann am frühen Morgen um 6:45 Uhr. Am ersten Tag wurde ich freundlich empfangen und habe mich dem Team vorgestellt. Ich habe sofort gemerkt, dass hier ein offener und freundlicher Umgang herrscht. Nach einer kurzen Besprechung gingen alle an ihre Arbeit und ich wurde von Anfang an mit eingeteilt und durfte mithelfen. In den kommenden Tagen gehörten leimen, schleifen und die Schreiner bei ihren Aufträgen zu unterstützen zu meinen Aufgaben. Ganz am Anfang haben wir begonnen Tresen für ein Schiff zu bauen. Zuerst wurden die Tresen am Computer in 3D geplant. Nachdem die wir die einzelnen Teile geschliffen und mit Beschlägen verleimt hatten, wurden die Bauteile an der CNC gefräst und anschließend ein Korpus zu Probe aufgebaut.

Für mich sehr spannend an dem Praktikum war auch, dass ich immer einem anderen Schreiner zuschauen und helfen durfte. So konnte ich ganz unterschiedliche Aufträge und Arbeitsgänge erleben.

Neben den Tresen wurden zum Beispiel noch zwei Badezimmerschränke gefertigt. Zuerst wurde das Holz zugeschnitten und zu großen Platten verleimt. Ich durfte den überschüssigen Leim abspachteln und danach beim Schleifen helfen. Anschließend wurden aus den Platten die entsprechenden Bauteile geschnitten und die Schränke zur Probe zusammen gebaut. So konnten wir sehen, wo noch etwas verbessert werden musste. Danach haben wir die einzelnen Teile geölt. Es war interessant zu sehen, wie Stück für Stück ein Schrank entsteht.

Sehr faszinierend fand ich auch immer den Moment, als die verleimten Platten geschliffen wurden und optisch richtig schön aussahen. Zwischendurch durfte ich auch ein paar Mal mit auf Montage fahren und fertige Möbel zu den Kunden bringen und auch mit aufbauen. Als wir einen auf Maß gefertigten Kleiderschrank ausgeliefert haben und er fertig in dem Zimmer stand, war es ein tolles Gefühl!

Ein Arbeitstag ging immer wie im Flug vorbei und um 16 Uhr hatte ich Feierabend. Einen großen Teil zu meinem tollen Praktikum hat auch das Team beigetragen. Ich habe mich vom ersten Tag an sehr wohlgefühlt. Hier herrscht ein freundschaftlicher Umgang, es wird viel zusammen gelacht und so macht die Arbeit nochmal mehr Spaß. Die drei Wochen gingen so schnell vorbei und ich möchte mich hiermit abermals bei dem gesamten Team für das tolle Praktikum bedanken. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht mit euch!

Lange Nacht der Bewerber

Lange Nacht der Bewerber

Veranstaltungen

Lange Nacht der Bewerber

Esmee Stadie, Sekretariat

06. Januar 2020

Eigene Wege zu gehen – dafür ist die Engelhardt Möbelschreinerei bekannt. Warum also nicht auch bei der Azubi-Suche einmal Neues wagen?

So war es für uns an der Zeit, den Bewerbungsprozess für die Ausbildung des kommenden Jahres auf unsere Bedürfnisse anzupassen. Die Idee der Langen Nacht der Bewerber war geboren!

Dafür versendeten wir zum einen Einladungen an unsere Praktikanten und Bewerber aus den letzten Monaten, zum anderen fuhren wir eine Kampagne auf den Social Media Kanälen Instagram und Facebook, um so viele potenzielle Azubis wie möglich zu erreichen.

Am Freitag, den 31.01.2020 war es dann soweit: Um 20 Uhr erwartete das Team der Engelhardt Möbelschreinerei die Bewerber. Viele unterschiedliche Menschen kamen zusammen: Sowohl Jugendliche, die auf ihren Abschluss hinarbeiteten, als auch junge Erwachsene, die das trockene Studium gegen eine handfeste Lehre eintauschen wollten, konnten wir willkommen heißen. Alle hatten im Gepäck eine ordentliche Portion Neugierde und Motivation. Genauso wollten wir das!

Nach der Begrüßung aller Anwesenden führte Mario die Teilnehmer durch die Werkstatt. Hier bekamen die Bewerber einen Eindruck davon, was wir leisten können. Hobel, Schleifmaschine, Lackierraum, Kreissäge – allein die schieren Möglichkeiten nötigten den Bewerbern ergebenes Nicken ab.

Umringt von den Interessenten teilte Mario viele Informationen zur Arbeit sowie der Engelhardt Möbelschreinerei und stellte sich geduldig allen Fragen, die aus der Menge kamen.

Dann ging es weiter, denn im hinteren Teil der Werkstatt wartete der ganze Stolz der Engelhardt Möbelschreinerei auf die Teilnehmer: Das CNC-Bearbeitungszentrum aus dem Hause Biesse. Kurzfristig bereitete unser Werkstattleiter Christoph eine kleine Vorführung an der CNC vor und lies sie ein Spielbrett aus einem Stück MDF fräsen.

Zurück in der Ausstellung wurde sich bei Pizza und Getränken rege ausgetauscht, ehe alle am großen Tisch zusammen kamen. Wir hatten uns im Vorfeld von den Bewerbern 10 Fragen gewünscht, die sie uns jetzt stellen konnten. Fragen zur Ausbildung, zum Handwerk und zur Firma kamen eine nach der anderen.

Außer Mario standen schließlich auch alle anderen anwesenden Teammitglieder Rede und Antwort: „Warum wurdet ihr Tischler?“, „Was sind Eure Aufgaben hier?“, „Was waren die spannendsten Projekte für Euch?“, und dann auch: „Was ist der Unterschied zwischen Tischler und Schreiner?“

Eine Frage, die zunächst simpel erschien, führte mit ihrer Antwort tief in den Kern der Engelhardt Möbelschreinerei. Mario erklärte geduldig aber auch eindrücklich, was sich hinter der Bezeichnung und letztendlich auch dem Firmennamen verbirgt. Der Begriff „Schreiner“ findet sich vor allem im süddeutschen Raum, macht aber das Gleiche wie der Tischler. Mit der Wahl, seine Firma „Engelhardt Möbelschreinerei“ zu nennen, beabsichtigte Mario, die Eigenheiten der Firma herauszustellen: eigene Wege zu gehen, Qualität zu liefern, aber auch mit Kreativität und Gefühl an Kundenwünsche heran zu gehen. Dieses Vorgehen zeigt sich auch in dem unermüdlichen Willen, sich zu verbessern – was direkt die nächste Frage nach sich zog:
„Was für Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Tischler?“ Da waren sich alle einig: Mit einem Arbeitgeber wie Mario wird es nie langweilig und jeder Tag birgt die Möglichkeit, Neues zu lernen und über sich hinaus zu wachsen. Eben ganz gemäß der Leitlinie, eigene Wege zu gehen. Diese Fragen waren Mario besonders wichtig, denn sie verrieten so viel über die Persönlichkeit der einzelnen Teilnehmer.

Zum Abschluss hatten wir noch einen kleinen Allgemeinwissenstest vorbereitet, den die Bewerber bestreiten mussten: Mathematik, Deutschkenntnisse und räumliches Vorstellungsvermögen wurden auf den Prüfstand gestellt.

Schließlich, als alle Bewerber gegangen waren, kamen wir als Team nochmal an dem großen Tisch zusammen und besprachen, wie wir den Abend und seine Teilnehmer erlebt hatten. Wir ließen die Fragen, die Führung und die Testergebnisse Revue passieren und erklärten, welche Bewerber für uns am interessantesten waren. Wir legten unser Augenmerk darauf, welches Geschick und vor allem Motivation die Bewerber bereits mitbrachten und wie gut sie sich ins Team einfügen würden. Denn der Aspekt Persönlichkeit ist bei der Engelhardt Möbelschreinerei unglaublich wichtig.

Letztendlich steht die endgültige Entscheidung noch aus, wie viele Ausbildungsplätze wir tatsächlich vergeben, aber der Abend lieferte uns einige wertvolle Erkenntnisse. Auch diese, dass wir eine Lange Nacht der Bewerber nächstes Jahr definitiv wiederholen wollen.